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Die Wald-Kiefer oder auch Föhre, zumindest im Raum Berlins der häufigste Nadelbaum, vermischt sich mit ihren Geschichten im frühen Dunst der Tradierung immer wieder mit anderen Nadelhölzern wie Tannen und Fichten. So genau kann man heute nicht mehr sagen, ob es nun die Tanne war, die zur Wintersonnenwende in Häuser zog, oder andere ebenso immergrüne Nadel-Zierden. Wahrscheinlich machte es jeder so, wie es passte, das heißt von welchem Baum es etwas zu finden gab. So bin auch ich jüngst noch durch den Grunewald gezogen und habe heruntergefallene Kiefernzweige gesammelt, die jetzt die Wohnung erfreuen, die Katzen beglücken und immer wieder einen Hauch Waldduft schenken.

Es könnte gut möglich sein, dass die Wald-Kiefer (Pinus sylvestris) und ihre Verwandten manchenorts die Bedeutung der Tanne übertraf. Sie ist vielleicht die lichteste Baumgestalt der Koniferen, fein im Duft und von einer übersprühenden Begeisterung, die man dem nicht ganz so geordneten Wuchs ihrer Nadeln entnehmen kann.

Ihre Geschichten reichen weit zurück. Merlin sollte die Kiefer einst »nach Schamanenart« bestiegen haben und so in die Kenntnis über die Macht der Elemente, das Hellsehen und viele weitere magische Fähigkeiten gelangt sein. Schamanenart, soso. Ich sollte öfter zu ihr schamanisch reisen.

Wald-Kiefer: Gut verankert – verspielt flexibel

Aus früheren Pflanzenkommunikationen mit der Wald-Kiefer kann ich euch schon berichten: Sie hüllt ein, gibt Rückdeckung und Vertrauen, in dem sie uns ganz auf unsere Wurzeln vertrauen lässt, obwohl wir weit über dem Boden unsere Ideen und Begeisterung entdecken. Unsere Wurzeln sind dabei unsere eigene Erdung, aber eben auch die Erkenntnis woher wir kommen. Ahnen-Kraft.

Mit der Wald-Kiefer und ihrem Duft dreht es sich gleichzeitig um die Verspieltheit und Naivität des jungen Sonnenkindes in uns. So süchtig nach Licht wie die Wald-Kiefer ist: Sie bildet nur an jenen Stellen ihres Stammes Arme mit Nadeln aus, die auch ganz sicher Licht bekommen. Sie weiß also, wo es das Licht, den Humor, die Lebensfreude zu holen gibt und teilt diese Information mit uns.

Das macht sie – immer naiv und verspielt – mit einem verschmitzten Lächen, Ideen von Streichen, aber vor allem mit Begeisterung. Sie passt wunderbar in Auszeiten, in denen wir uns Freiraum gönnen und neue Dinge einfach nur mal ausprobieren wollen.

Licht-Zauber

Ende Mai, Anfang Juni, irgendwann dann, zeigen sich die männlichen und weiblichen Blüten für eine sehr kurze Zeit. Doch es ist eine wundersame Zeit, denn in ihr werden Millionen von Milliarden Pollen in die Umgebung und den Wind gelassen. Schwefelregen nennt man das, denn der Blütenstaub ist fein-gelb und bedeckt die Oberflächen von Gewässern, selbst wenn es kleinste Pfützen sind, mit einem schweflig-erscheinenden Film. Wer eifrig ist, fängt ihn ein. Denn in ihm steckt pure Zündungkraft:

Pflanzenkundige und Schamanen haben einst für erinnerungswürdige Show-Einlagen Prisen des Blütenstaubs in ihre Rituale oder Feste ins Feuer geworfen: Puuuuuuf! Und das Feuer loderte eindrucksvoll auf, ein Funkenregen sprühte.

Solche Show-Einlagen werden von unserer Kultur von Außen gern entlarvt und damit die Wirkungskraft schamanischer Heilkunde versucht zunichte zu reden. Doch wurden und werden sie genutzt, um im Materiellen sichtbar zu machen, was im Unsichtbaren geschieht. Es zeigt symbolisch Veränderung und markiert Übergänge – etwas, das seine Wirkung zu sichtbarem Eindruckschinden nicht verfehlt.

Zumindest vom Kienspan hörten wir alle schon. Denn bevor es elektrisches Licht gab, wurde das Harz getränkte Holz oder dessen Späne mit Vorliebe als Lichtquelle in der dunklen Jahreshälfte gezündet. So hell brannte sonst kein Holz.

Glauben wir ihr langsam, dass sie wirklich ein wahrer Licht-Baum ist.

Für die Berliner als Anekdote: Die Kienspan-Beleuchtung wurde dem Roten Rathaus einst zum Verhängnis. Der Brand von 1581 wurde einer Unvorsichtigkeit des Marktmeisters Georg Wars im Umgang mit einem brennenden Kienspan zugeschrieben, bei dem das Berliner Rathaus bis auf seine Mauern abbrannte.

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