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Vor 500 Jahren war uns Kakao hierzulande noch nicht einmal bekannt. Das ist kaum zu glauben, da sich viele ein Leben ohne Kakaobohnen, eigentlich ja Samen, nicht vorstellen können. Blicken wir in die Geschichte und Bedeutung, erklärt sich die schnelle Eroberung unserer Herzen schnell.

Kakao – die Götterspeise des Alltags

Eine »Götterspeise« (theo + broma) ist sie. Und ich liege ihr wahrlich zu Füßen. Als Ritual- und Opfergetränk in seiner Heimat des tropischen Amerikas, war Kakao – weiß Gott – kein Alltagsgetränk. Für uns ist er jedoch geworden: Kakao lockt uns heute in allerlei Süßigkeiten und Getränken. Wir sagen mit ihm Danke, wenn wir eine Tafel Schokolade verschenken. Oder drücken Verehrung aus, wenn wir Schokoladen-Pralinen übergeben. Oder wir danken uns selbst, belohnen uns, wenn wir uns im Winter warm eingekuschelt mit einer heißen Schokolade in der Hand eine kleine Auszeit nehmen. Dankbarkeit und Verehrung – das haben wir auch heute behalten und bereichern damit unseren Alltag tatsächlich auf göttliche Art und Weise.

Wer genießt Kakao wie?

In seiner (aztekischen) Heimat ist das Kakaogetränk ganz anders. Salzig, scharf, herb war die traditionelle Zubereitung. Süß und sogar mit Vanille verfeinert wurde sie durch ein spanisches Kloster bekannt, in dem die Nonnen noch nicht einmal während der Messen mehr darauf verzichten wollten. Die Sehnsucht war stark und so entgegneten sie dem besorgten Bischof, der um die aphrodisierende Wirkung des Kakaos wohl wusste, dass der Kakao ihrer Schwäche des Magens helfe und sie so besser zum Herrn beten lasse. Ich gratuliere zu dieser Ausrede.

In Mexiko war der Gebrauch von Kakao weniger fromm. Hier galten die Kakaobohnen selbst als Zahlungsmittel, nicht selten für Prostituierte.

Bei aller aphrodisischen Wirkung dürfen wir den Kakao aber nicht auf das Eine reduzieren. Seine stärkste Kraft entfaltet sich schließlich im Herz und dient den immer häufiger angebotenen Cacao Zeremonien als verbindendes herzöffnendes und damit leicht bewusstseinserweitertes Mittel.

Wusstet ihr, dass im Kakao sogenanntes Anandamid enthalten ist, das die THC-Rezeptoren in unserem Gehirn aktiviert? Kein Wunder, dass Kakao so happy macht. Ananda, ich muss es wissen, ist das Sanskrit-Wort für »Glückseligkeit«. Zudem befindet sich auch das Glückshormon Serotonin und Tryptophan (Vorstufe des Serotonins) in Kakao, die für einen angenehmen Schlaf sorgen (aus Serotonin wird Melaton). Am besten achtet ihr auf nur schwach entölten Kakao im Einkauf, um von den positiven Eigenschaften besonders zu profitieren. Die rohen Kakaonibs sind mittlerweile auch in immer mehr Läden zu finden – aber ehrlich gesagt bekomme ich die nur herunter, wenn ich dreimal zu mir sage, dass es Medizin ist.

 Mit Kakao wird das Leben bunt

Auch, wenn wir beim Kakao mehr an Kulinarik denken: Ihn gibt es auch als Duft in der Aromatherapie. Ein Alkoholextrakt macht es möglich, dass wir den Duft in etwaigen Produkten und eben auch therapeutisch nutzen können. Schokoladenmassage war gestern! Welche Bedürfnisse lassen uns an einen Einsatz von Kakaoduft denken?

Kakao spricht ein ganz großes Bedürfnis der heutigen Zeit an: Wessen Leben grau und eintönig geworden ist, wer von früh bis spät die immer gleiche Arbeit macht und sich dabei mehr wie ein Roboter vorkommt, wessen Lebensraum und Position stupide, mechanistisch, ordentlich und vorhersehbar wirkt, dessen Herz weint und dessen Geist weiß das auch. Aber irgend etwas blockiert noch, um im Außen neue Wege zu suchen.

Mit dem Kakaoduft kommen wir in den Luxus, kreativ, freudig und neugierig zu sein und vor allem miteinander das Leben zu genießen. Kakao geht mit uns auf die Suche nach einem neuen Lebensentwurf, der diesen Bedürfnissen sowie unseren Grundbedürfnissen gerecht wird. Sie Sucht nach Schokolade ist so vielleicht die Suche nach der bunten freien Welt. Kakao öffnet unser Herz für Freude und für emotionale Verbindungen, für Feste und Begegnungen. Damit meint Kakao mitnichten oberflächliche Partys, sondern Begegnungen, die berühren und schöpfen – woraus neue Ideen entspringen; Projekte des Herzens eben.

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