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Der 28.12. ist schon ein wundersamer Tag. Mancherorts scheint es Tradition zu haben, Kinder zu verhauen. Kindles-Tag ist es, oder „Tag der unschuldigen Kinder“ – wie passt das zusammen? Gleich zwei Pflanzen stehen heute im Fokus. Eine für den Brauch, eine für den Duft. Die Doppelportion Info gibt es also für euch.
Die Katholische Kirche rief den „Tag der unschuldigen Kinder“ anlässlich des überlieferten fürchterlichen Jungenmordes in Bethlehem aus, initiiert von König Herodes, der die vorausgesagte Geburt von Jesus fürchtete. Wir alle kennen die Geschichte, gruselig ist sie jedes Mal. Wenn es um Datierungen und Bräuche geht, sind katholische Daten selten zufällig an ehemals heidnischen Festtagen oder Phänomenen. Es half, christliche Heilige statt sehr verehrter Gottheiten zu verwenden, das Sonnenkind Jesus zur gefeierten Wiedergeburt der Sonne gebären zu lassen usw. So machte man den Wechsel der Konfession einfacher. Der Kindlestag möge in die gleiche Kategorie fallen. Wann immer der Mord geschah, erinnert wird ihm nun am 28.12.
So flexibel nun eigentlich die Raunächte sind, denn die Sonnenwende ist mal am 21., mal am 22.12., so fest bleibt der Kindlestag bisher in meiner Beachtung. So langsam weiche ich die Datierung auf und kann den Hintergrund potenziell in allen Raunächten erkennen. Hierum geht es:
In der Zeit der Raunächte gab es nicht nur die Wilde Jagd – die starken Winde des Winters. Extremes Wetter dieser Art ist immer mit der Sonne verwandt: Auch auf ihr stürmt es. Sonnenstürme wiederum wirken sich zwei Tage versetzt auf unser Befinden auf der Erde aus. Richtig starke Sonnenstürme stören sogar Kommunikationsfrequenzen. Das ist ein anerkanntes Phänomen. Aber auch wir Menschen haben ein Kommunikationssystem, das elektromagnetisch funktioniert. Unsere Nerven leiten elektrische Reize, unser Gehirn und unser Herz bilden magnetische Felder aus. D.h. auch wir nehmen Störungen elektromagnetische Frequenzen wahr.

Hasel – Ruten für den guten Zweck

Am sensibelsten sind Kinder mit ihrem sich noch entwickelnden Nervensystem. Aber auch Erwachsene sind schnell sensibel, sei es antrainiert oder viel öfter durch ohnehin schon große Belastungen durch Umweltgifte. Nun beobachtete man, dass zur Raunachtszeit Kinder gereizter, aufgeregter, unruhiger waren als sonst. Verantwortlich schienen erhöhte energetische Einströmungen zu sein, eben jene Sonnenstürme, die wir heute erst nachweisen können. Man half ab, indem man mit Haselruten den Körper von Kindern abstreifte. Und oh Wunder, sie kamen wieder in Harmonie.

Mancherorts wird das noch zur Raunachtszeit gepflegt oder ist leider durch Vergessen der Absicht pervertiert in gegenseitiges Schlagen mit Haselruten unter Kindern. Aber auch der Brauch, dass Nikolaus und Weihnachtsmann Ruten für die „bösen“ Kinder bringt, macht in diesem Kontext Sinn. Jene Kinder brauchten mehr Ausgleich, waren persé nicht vollständig für ihre Taten verantwortlich zu machen, sondern einfach öfter überreizt. Das regelmäßige Abstreifen mit Haselruten sollte zur Harmonisierung führen und somit war ein Ruten-Geschenk wirklich ein Geschenk für die Gesundheit.

Hasel und ihre Kraft

Die Hasel gilt als Elektrostromleiter. Bei Rutengängern, Radiästheten, ist die Hasel ein bevorzugtes Holz, um unterirdische Phänomene wie Wasseradern oder Erze aufzuspüren. Sie geht in Resonanz mit diesen, auf den Menschen störenden und krankmachenden, Frequenzen. Man verwendete sie einst sogar, um Krankheiten vom Körper abzustreifen. Die störenden Einflüsse konnten auf die Hasel übertragen werden. Dann vergrub man sie in der Erde. Es ist sogar ein Warzen-„Zauber“ mit ihr überliefert: Man kerbte einen Haselstab so oft ein wie man Warzen hatte, warf den Stab ohne nachzuschauen über seine Schulter und ging des Weges. Wer den Haselstab unachtsam aufhob, bekam die Warzen jedoch übertragen. Zurück zu den Kindern. Denn die Hasel streift hier die störenden, weil zu vielen und zu hohen, Schwingungen ab. Wie das geht, weiß ich nicht. Aber es funktioniert. Auch ich habe eine Haselrute für diese Zwecke und wann immer ich mich ob zu viel Informationen oder etwaiger Sonnenstürme gereizt fühle, streife ich mich mit ihr ab und komme sonderlich zur Ruhe.

Winterbrauch

Ein schöner Winterbrauch zur Hasel kommt aus Grobritannien. Ein Paar widmet sich einer Schüssel voller Haselnüsse und knackt sie gemeinsam. Finden sie eine Schale mit zwei Nüssen drin, ist dies ein gutes Omen für die Zwei. Der größte Hasel-Brauch in Deutschland ist ja hinlängst bekannt: Drei Haselnüsse für Aschenbrödel zu Weihnachten schauen. 😉

Angelika – der fokussierende Schutzduft

Als Räucher- und Duftstoff bietet sich in dieser Zeit auch die von vielen Aromatherapeutinnen heißgeliebte Angelika, Angelica archangelica, an. In ihrem botanischen Namen steckt gleich zweimal das Wort „Engel“ – das muss doch was bedeuten. Die immunstärkende Pflanze ist auch ein großer Lichtträger mit photosensibilisierenden Eigenschaften des ätherischen Öles (wie Johanniskraut erhöht es die Lichtempfindlichkeit der Haut, lässt also mehr Licht hindurch, was auch auf unser Gemüt zu übertragen ist).

Zudem ist sie ein Duft, der schon für Kinder geeignet ist und sie in ihrem ganzen Wesen stärkt. Ihr Duft vermittelt uns ein großes Ja zum Leben. Er nimmt uns die Angst, nicht Wert genug zu sein, stärkt uns im Entdecken unseres eigenen Weges und erdet uns, indem er uns erkennen lässt, dass wir hier auf Erden willkommen sind. Wer geerdet ist, kann gut ableiten, was zu viel ist oder nicht zu uns gehört. Also – ein perfekter Duft für die Zeit und so vielfältig und stark in seiner Kraft, dass er gleich mehrmals in meinem Buch aus verschiedenen Perspektiven beschrieben ist. Zum Räuchern eignet sich die getrocknete kleingeschnittene Wurzel, aber auch die würzigen Samen. Der Duft ist bei beiden leicht verschieden, was geübte Nasen erkennen. Die Wurzel erdet uns mehr, die Samen lassen uns stärker auf die fruchtbaren Ideen für unseren Weg konzentrieren – doch der Grundtenor ist der gleiche. Die 5. Raunacht steht für den Mai des kommenden Jahres. Welche Gefühle, Eingebungen, Träume, gezogene Karten etc. tauchen für diese Zeit heute auf?
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Rätselfrage

Angelica archangelica, das ist die in der Aromatherapie meistverwendete Art, die heimisch in Island, Skandinavien, bis hinein in den Norden Deutschlands ist (in Berlin kommt sie wild z.B. im Grunewald und auf Inseln der Havel vor!). Sie ist beeindruckend mit ihrer Größe, den violett angefärbten Stängeln und den grünen Blüten. Weiter südlicher kommt eine Angelika vor, etwas kleiner und mit weißen Blüten. Wie ist ihr botanischer Name?

Die Antwort:

Genau, das habt ihr fleißig gewusst: Die Wald-Angelika, Angelica sylvestris, war die Gesuchte.

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